
Wenn Tierschutz verbindet
Gemeinsam statt gegeneinander: Wenn Tierschutz verbindet
Tierschutz sollte eigentlich ein gemeinsames Ziel haben: Tieren zu helfen, wenn sie Hilfe brauchen. Doch leider erleben wir immer wieder, dass ausgerechnet im Tierschutz das Gegeneinander manchmal lauter wird als das Miteinander. Konkurrenzdenken, Kritik und Diskussionen darüber, wer was getan hat, rücken dann in den Vordergrund. Dabei zeigt die Geschichte von Kiwi, wie viel erreicht werden kann, wenn Vereine ihre Kräfte bündeln.
Für uns steht fest: Kein Verein kann jeden Hund retten. Jeder hat begrenzte Plätze, finanzielle Möglichkeiten und Kapazitäten. Umso wichtiger ist es, nicht wegzuschauen, wenn man selbst nicht helfen kann, sondern gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.
Genau das hat die Bergedorfer Tierhilfe getan.
Nur wenige Stunden vor ihrer geplanten Tötung wurden wir von der Bergedorfer Tierhilfe auf Kiwi aufmerksam gemacht. Sie selbst hatten zu diesem Zeitpunkt keine Möglichkeit, Kiwi aufzunehmen, doch statt den Fall einfach weiterzugeben und zu hoffen, dass irgendjemand helfen würde, nahmen sie Kontakt zu uns auf und baten um Unterstützung.
Die Zeit drängte. Es ging nicht um Tage oder Wochen. Es ging um wenige Stunden.
Gemeinsam gelang es uns, Kiwi vor der Tötung zu bewahren und zu sichern. Damit war ihre Geschichte aber noch lange nicht zu Ende. Auch auf ihrem weiteren Weg unterstützte uns die Bergedorfer Tierhilfe. Kiwi konnte schließlich nach Deutschland auf eine Pflegestelle reisen. Da ihre Aufnahme für uns völlig überraschend kam und entsprechend nicht eingeplant war, beteiligte sich die Bergedorfer Tierhilfe zusätzlich an den entstandenen Transportkosten.
Für uns ist genau das gelebter Tierschutz.
Nicht die Frage, welcher Verein am Ende seinen Namen über eine Rettung schreibt. Nicht die Frage, wer mehr getan hat. Sondern die Frage: Was können wir gemeinsam tun, damit dieses Tier eine Chance bekommt?
Heute müssen wir uns um Kiwi keine Sorgen mehr machen. Sie hat ihr Zuhause gefunden und ist glücklich vermittelt.
Und vielleicht ist genau das die schönste Antwort darauf, warum Zusammenarbeit so wichtig ist.
Kiwi lebt heute nicht, weil ein einzelner Verein alles alleine geschafft hat. Sie lebt, weil Menschen miteinander gesprochen, Verantwortung geteilt und gemeinsam gehandelt haben, als jede Stunde zählte.
Wir möchten deshalb ganz bewusst Danke an die Bergedorfer Tierhilfe sagen. Für das Hinsehen, für das schnelle Handeln, für die Unterstützung und vor allem für eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe.
Tierschutz muss kein Gegeneinander sein.
Denn manchmal braucht es zwei Vereine, ein gemeinsames Ziel und die Bereitschaft, zusammenzuarbeiten, um ein einziges Leben zu retten.
Und für Kiwi hat genau dieses Miteinander alles verändert.
